Bist du Erkältungsanfällig?

Aktualisiert: 23. Nov 2020

Ein Lebensstil mit viel Stress und einer einhergehenden schlechten Ernährung ist nur eine von vielen Ursachen eines geschwächten Immunsystems, das besonders zur kalten Jahreszeit zu Erkältungen führt. Die Nase läuft, die Glieder schmerzen, man beginnt zu frösteln: Spätestens jetzt weiss man, dass eine Erkältung im Anmarsch ist...

Erkälteter Man besucht TCM Martina Coletti


In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist besonders im Anfangsstadion einer Erkältung die Rede von „eingedrungenem Wind“ und es wird zwischen zwei wichtigen Faktoren unterschieden. Nämlich ob der Wind von Kälte- oder Wärmefaktoren begleitet wird. Das herauszufinden, ist ganz einfach und wichtig für die korrekte Behandlung der Symptome.


Neben den generellen Zeichen einer Erkältung im Anfangsstadium kann „Kälte“ und „Wärme“ zwischen folgenden Symptomen unterschieden werden:

„Kalten Wind“ erkennt man durch Abneigung gegen Kälte, kein Fieber oder nur ganz leichtes Fieber, das Laufen oder Verstopfung der Nase mit wässrigem bis weissem Schleim, kein Schwitzen oder nur ganz leichtes Schwitzen, Gliederschmerzen, Halskratzen (keine Halsschmerzen oder Rachenrötung)

„Warmer Wind“ hat ebenfalls Abneigung gegen Kälte jedoch mit zusätzlichem Fieber oder starkem Hitzegefühl, der Nasenschleim ist gelb gefärbt, vermehrtes Schwitzen trifft auf, steigernder Durst, Halsschmerzen mit oder ohne Rachenrötung.

Generell ist der Krankheitsverlauf häufig so, dass sich „Kältezeichen" nach ein paar Tagen oft in „Wärmezeichen“ umwandeln.


Frau mit Schnupfen

Die chinesische Arzneimittellehre, ein Gebiet der TCM, besitzt viele wertvolle Kräuterrezepturen, um das Immunsystem zu stärken, bestehende Erkältungen abzuwenden und chronisch wiederkommende Erkältungsbeschwerden langfristig loszuwerden. Ebenfalls besitzt Sie besonders wirksame Hausrezepte gegen Erkältungserscheinungen.


Ein paar Tipps aus der TCM

Für "Kältezeichen" eignet sich Tee aus frischem Ingwer. Hier ein paar wertvolle Zubereitungstipps:

  • Ein daumengrosses Stück Ingwer in einem ½ Liter Wasser 10 min kochen

  • bei Bedarf mit Frühlingszwiebel ergänzen; den weissen Teil der Frühlingszwiebel zum frischen Ingwer hinzufügen

Alternativ sind auch Yogi-Tees in dieser Phase geeignet.


Ingwertee

Welche Wirkungsweise rufen diese Tees hervor?


Wenn wir uns erkältet fühlen, stark frieren und nicht oder nur ganz leicht schwitzen, ist das ein Zeichen, dass Kälte unsere Poren blockiert hat. Somit ist die Strategie, mit scharfen & heissen Mitteln wie Frühlingszwiebel und/oder Ingwer schwitzen hervorzurufen, indem die scharfe Wärme unsere Poren öffnet. Das treibt den Eindringling (z.B Virus) schnell wieder aus unserem Körper, bevor er sich festsetzen kann.

Für „Wärmezeichen“ eignet sich Pfefferminztee

Die Pfefferminze hat eine kühle Thermik und aus Sicht der TCM die Eigenschaft, "Wind Wärme" zu vertreiben, Fieber zu senken, gegen Kopf- und Halsschmerzen zu wirken und hat eine positive Wirkung auf gerötete Augen.

Als Alternative kann man bei Halsschmerzen und gerötetem Hals mit Salzwasser gurgeln. Dabei einen Teelöffel Salz & Olivenöl in ein Glas Wasser geben und stündlich gurgeln.

Pfefferminblätter

Wichtige Unterscheidung von Kälte & Wärme


Ingwer und Frühlingszwiebel sowie Yogi Tees mit Inhaltsstoffen wie Zimt sind thermisch warme Nahrungsmittel und erzeugen somit WÄRME im Körper. Sobald Symptome von „warmen Wind“ vorhanden sind, sind diese zwingend zu meiden. Ein Fehler, der in unseren Breitengraden besonders mit Ingwer häufig gemacht wird, ist dass er bei jeder Art von Erkältung getrunken wird. Einen weiteren interessanten Artikel zu diesem Thema lesen Sie hier: Ingwer bei Erkältung – nicht immer die beste Wahl!

Bist du oft erkältet und möchtest gerne mehr über die TCM-Behandlungsmethoden bei Erkältungen erfahren? Buche hier einen Termin unter folgendem Link.


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